Redaktion / Moderation
Bei meinem ersten Mal Radio war ich etwa zweijährig. Damals war ich noch auf der anderen Seite, diejenige, die das Interview gibt: „Hallo, wär bisch du?“ „Ig.“ „Wär isch ig?“ „D’Katharina.“ „Was zeichnisch du da?“ „Äs Füessli.“ „Was fürnes Füessli?“ „Äs bruuns.“ Das ist das Interview in voller Länge, das mein Vater damals im Spiel mit mir geführt und aufgenommen hat.
Heute zeichne ich leider kaum mehr, dafür spreche ich wesentlich mehr. Die Kassette mit dem Interview ist langsam alt, schon hundertmal gehört und noch immer ein Favorit – wenn ich einmal nicht Radio höre. Dass Radiomachen mein Traumberuf ist, habe ich aber lange nicht gemerkt. So hat eben der Zufall nachgeholfen, als ich bei einem kleinen Lokalsender in Bern ein Praktikum bekam.
Seither ist es irgendwie logisch, was ich mache: Geschichten ausfindig machen, die Region bereisen, Fragen stellen, Neuigkeiten erzählen und dranbleiben. Aber auch: sehr sehr früh aufstehen, oft Stress aushalten und manchmal zittern am Mikrofon... Radiomachen geht durch Mark und Bein, ist spannend und macht süchtig.
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