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guten abend. viel spass mit neo1

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Donnerstag, Oktober 8th, 2009

Ich bin wieder einmal empört genug, um mittels Blog etwas Dampf abzulassen :-) Heute geht es um unsere Krankenkassenprämien. Um mein Entsetzen verständlich zu machen, zuerst ein paar Vorbemerkungen.

Ich gehöre in der Sprache der Gesundheitspolitiker zu den sogenannt “guten Risiken”. Noch einigermassen jung, gesund, gelegentlich sportlich, robust, nicht überaus wehleidig, nur zum Arzt rennend wenn es gar nicht mehr anders geht. Die einzigen Gesundheitskosten in den letzten Jahren verursachte der Schreibende durch ein paar kleinere Unfälle, aber da meine Franchise die grösstmögliche ist, zahlte ich jeden Franken selber.

Nun hat es gewissen Politikern gefallen, Leute wie mich, die das Gesundheitssystem so gut wie überhaupt nicht belasten, für ihr tolles Verhalten zu belohnen bestrafen. Der Rabatt für die höchste Franchise sinkt von 30 auf 20 Prozent, dazu kommt der allgemeine Prämienanstieg von über 10 Prozent, und dann ist die bernische Spitallandschaft derart teuer, dass man als Bewohner dieses Kantons noch einmal einen Extrazuschlag bezahlen darf.

Auf die Nerven geht mir die Begründung für die Bestrafung jener mit hohen Franchisen: “Stärkung der Solidarität”. Es zeigt sich, wie mit an sich positiven Begriffen jeder Schandtat ein Mäntelchen des Edlen umgehängt werden darf. In Tat und Wahrheit geht es darum, mehr Geld ins System zu pumpen (nur tönt das etwas weniger edel als “Solidarität”). Dass dabei den Kostenbewussten und jenen, die kleinere Arztrechnungen stets selber bezahlen, noch eins ans Schienbein getreten wird, nimmt Bundesbern in Kauf.

Dafür werden jene kostensenkenden Massnahmen, die wirklich einschenken würden, auf den St. Nimmerleinstag verschoben, aus Angst vor den diversen Lobbys im Gesundheitswesen. Immer noch ist jeder Akteur in diesem seltsamen Wirtschaftszweig ökonomisch am besten bedient, wenn er möglichst umfangreiche Behandlungen verschreibt. Ob sie auch wirken, ist für ihr Portemonnaie nicht von Belang. Aber sobald von einem Abbau der Leistungen auch nur ansatzweise die Rede ist, folgt das Zetermordio: Zweiklassenmedizin, “Gesundheit ist unser höchstes Gut” und dergleichen Schlagworte mehr.

Dabei gäbe es durchaus Lösungen: kein Vertragszwang mehr, die Grundversicherung zurückfahren und jeden Luxus in die Zusatzversicherungen verschieben, die freie Arztwahl ebenfalls extra bezahlen. Aber wer das fordert, hat politisch schon verloren. Also bezahlen alle brav weiter, fluchen über die horrenden Rechungen und konsumieren trotzdem jede erdenkliche Leistung im Gesundheitswesen. Kurz bevor die Gesundheitskosten 50 Prozent des Bruttoinlandprodukts fressen, wird dann eine Lösung gefunden und alle fragen sich: Warum hat man nicht früher angefangen, die Probleme zu lösen?

Donnerstag, September 25th, 2008

Es gefällt einer gewissen Zeitung im Bernbiet, deren Name mir entfallen ist und die ich daher Tamedia-Lakai-Zeitung nennen will, über unser Radio recht regelmässig zu berichten. Das ist schön und freut mich. Es wäre aber noch schöner, wenn besagte Zeitung zur Kenntnis nehmen würde, dass unser kleines Radio seit ein paar Monaten einen neuen Namen hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich diese Information auch in den Redaktionsstuben der Lakai-Zeitung herumgesprochen hat. Also hat der Namen-Salat einen anderen Grund. Welchen, weiss ich nicht.

Die Kontroverse um die künftige Ausrichtung des Senders war natürlich ein gefundenes Fressen für besagtes Presseerzeugnis. Und es war auch deren Job, diese Kontroverse abzubilden (nicht deren Aufgabe war es meines Erachtens, die Kontroverse anzuheizen…). Mir schien die Fähigkeit oder der Wille etwas unterentwickelt, über die Neuerungen unvoreingenommen zu berichten. Aber das mag ein subjektiver Eindruck eines Involvierten sein.

Objektiv richtig ist aber (aufgepasst!): Die Programme unseres Senders heissen neo1 und neo zwei. Es ist kaum zuviel verlangt, dass solche banalen Tatsachen im Titel eines Zeitungsartikels berücksichtigt werden. Und dass Leute in dieser Firma kommen und gehen, ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel, denn es hat nicht jedes Medium einen Tamedia-Konzern im Rücken, der von Zürich aus mit zig Millionen jongliert.

Dafür gibt es Firmen, deren Mitarbeiter sich bemühen, Tatsachen und Namen richtig wiederzugeben. Ok, ich geb’s zu: Dieser Eintrag ist eine Ausnahme, denn der Name der besagten Zeitung will mir ums Verr… nicht mehr einfallen.

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